Wer zu lange in die Sonne sieht wird blind

Allein, allein…allein, allein.

… ist man in Indien sowieso nie. Aber leider musste ich meine liebe Elisabeth letzten Dienstag wieder hergeben. Fuer sie ging es zurueck nach Maher. Vor lauter Unglueck musste ich mich erstmal uebergeben. *aeh* nee. Daran war eher das Krabben-Curry in Old Goa schuld. Aber trotzdem war ich schon traurig meine liebe Zimmernachbarin zu verlieren und es war auch kein schoener Einstieg: erste Nacht allein im Hotel und dann sowas. Und am Tag drauf gleich mit dem ganzen (Ueber-) Gepaeck in den oeffentlichen Bus (@ Marcus: ja, das sind die Gruenen ohne Klima und Komfort!). Da hatte ich schon ein bisschen Muffensausen. Aber alles lief gut.  …und einen Teil der Strecke bin ich aus Versehen schwarz gefahren :-o
Habe mir vorgenommen die 22 Rupien irgendwem zu spenden. Muss ja auf mein Karma achten ;-)

Heil im Sueden angekommen, hab ich mir eine suesse kleine Huette in Palolem genommen. Sie hat Rosa Vorhaenge und ein eigenes Badezimmer. Und das ganze nur drei Minuten vom Strand entfernt. Was will man mehr! Seitdem verbringe ich meine Tage hier mit Schwimmen in der Lagune, am Strand liegen und lesen (ich muss meine Reisebibliothek dringend verkleinern!). Wie gesagt: die Kamera ist futsch, aber ihr koennt euch das etwa so vorstellen: der Strand zieht sich halbkreisfoermig um das warme, sanfte Wellen schlagende Meer herum. Auf meiner Seite gehen die Palmen langsam in Mangroven-Baeume ueber, denn hier muendet zwischen runden Felsbloecken ein kleiner Fluss ins Meer. Etwas vorgelagert rahmt eine kleine baumbestandene Insel den Blick aufs Meer und auf die kleinen Fischerboote ein.

Und erst bei Nacht… Gestern lief ich auf dem Heimweg am Strand entlang,  in den Ohren Element of Crime, die Fuesse im Wasser und den Kopf in den Sternen.  Was braucht man mehr?

Was ich definitiv nicht mehr brauche sind uebrigens Tuecher. Ich habe sie alle. In allen Farben (naja, ok, kein gruen und kein gelb). Meine Guete! Vor lauter Verzweiflung fange ich schon an Schmuck zu kaufen! Und ich bin seit gestern stolze Besitzerin einer kleinen indischen Blockfloete *trillerdipfeif* Damit wird es auch langsam Zeit weiterzuziehen, bevor ich meinen Rucksack nicht mehr tragen kann… Montag geht’s nach Delhi in den Norden!

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