Seltsame Dinge spielen sich hier seit neuestem ab: Ich stehe seit vier Tagen quasi freiwillig um 5 Uhr morgens auf! Wer mich kennt, der weiss dass das nicht normal sein kann. Der Grund dafuer ist, dass fuer fuenf Tage jeden Morgen ein Yoga-Lehrer vorbei kommt. Dadurch, dass er gleichzeitig der Buergermeister des nahegelegenen Dorfes ist, waere es dann doch etwas ungut die Yoga-Sessions zu schwaenzen. Also kaempfe ich mich jeden morgen aus dem Bett, um dann erstmal 10 Minuten am Stueck zu atmen. Ja, genau. Ich denke mir die ganze Zeit: Da kann ich auch gleich Blockfloete spielen! Tja, das sind eben so die kleinen Hindernisse auf dem Weg zur Erleuchtung: 1001 Atemuebungen, eingeschlafene Fuesse vom Schneidersitz und Rueckenschmerzen vom vielen aufrecht sitzen.
Aber ehrlich gesagt, so viel ich auch rumjammere – endlich mal wieder Sport tut gut und Spass macht’s doch auch
Allerdings muss man fast „Sport“ dazu sagen, denn die indischen Frauen hier sind so schlecht in Form, dass 3 Minuten auf der Stelle huepfen schon zu grossen Klagen ueber Muskelkater in den Beinen gefuehrt hat. Dagegen bin ich (trotz Nach-Magister-Speck) fit wie ein Turnschuh und biegsam wie ein junger Zweig im Wind. Oh, ich merke schon: die blumige Sprache, die ich mir heute fuer das Schreiben der Maher-Dankesemails im Office zugelegt habe faerbt offensichtlich schon ein bisschen ab.
Heute morgen haben Elisabeth und ich auch gleich die gewonnene Zeit am Morgen nach dem Yoga genutzt, um in der kuehlen Morgensonne einen Spaziergang durchs Dorf zu machen. Das ganze ist gleich zur Fotosafari geworden – aber es gibt ja auch einfach so viel zu gucken hier!
An den letzten Tagen hier in Vatsalyadham werde ich manchmal auch schon ein bisschen nostalgisch. Ich glaube ich werde die Frauen und herzliche Atmosphaere schon ein bisschen vermissen. Aber die weite Welt ruft und ich werde folgen…


27. März 2010 um 21:55 |
ja ein bißchen pathetisch ist der sprachstill diesmal schon…ruf der weiten welt und so…ach du ich würde am liebsten gleich ein ticket buchen….